Ursachen

Ursachen für Kinderarbeit

Was war zuerst da? Dies ist eine Frage die in unseren Augen mit keiner richtigen Aussage beantwortet werden kann. Herrscht extreme Armut, dann spielt eine schulische Bildung oft keine wichtige Rolle, da die Familien sich um ihr Überleben sorgen. Fehlt es an Bildung, führt dies wiederum oft zu Armut, da es aus dem Mangel an Information oft zu Ausbeutung des Menschen kommt. Da viele nicht lesen und schreiben können, wissen sie nicht was für Rechte (Südwind 2006) sie haben. Obwohl in Indien der Besuch einer Schule pflicht ist, und die Regierung dafür verantwortlich ist, wird dieser Verantwortung nicht nachgegangen. Viele Dörfer haben keine Schule in naher Umgebung, sodass ein Schulweg zu einem Tagesmarsch werden würde. Diese Zeit, die dort investiert werden würde, ist für viele Familien „fehlende Zeit“. Da die meisten Eltern selbst nicht in die Schule gehen konnten, fehlt auch ihnen die Aufklärung über Bildung, und wie wichtig diese für eine bessere Zukunft ist. Sie haben neben der Angst davor ihre Kinder in etwas Unbekanntes zu schicken, auch Angst davor eine helfende Kraft im Abbau von Schulden (Schuldknechtschaft) zu verlieren. Hinzu kommen die oft schlecht ausgestatteten Schulen, die, wenn LehrerInnen überhaupt vorhanden, oft durch fehlenden Lohn, nicht erscheinen. Kinderarbeit existiert seit Jahrhunderten und ist leider immer noch in vielen Köpfen der Menschen als ein Teil der Kultur verankert. Von Generation zu Generation wird die Einstellung weiter gegeben, dass es wichtiger für die Familie und das Kind sei zu arbeiten und somit wenigstens etwas Geld für die Familie mit zu verdienen. Dabei bekommen Kinder geringere Lohnkosten gegenüber Erwachsenen, wodurch der Lohn zum Teil weiter nach unten gedrückt wird.

Was zeigen uns diese Ursachen?

Bildung ist fundamental für die Zukunft eines Kindes, aber auch eines Erwachsenen. Sie ist die Brücke zum Verständnis und der Anfang etwas zu verändern.